(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08

Unser Blog zu Aktivitäten, Beobachtungen oder Analysen des Mondbasis Teams...

346 Brooks Brothers Charcoal Pinstripe Suit Set 42R Pants 36x29,

Weit weg von den üblichen Schauplätzen der Alten Musik konnte man im Tonstudio der Mondbasis Hamburg beobachten, wie eine Blockflötistin einen ungewöhnlichen Weg geht. In den letzten zwei Jahren fand hier die Entstehung, Entwicklung und Fertigstellung des Albums „Aremorica – Land of Elves“ von Jessica Baran-Surel statt. Die Idee zu diesem Projekt könnte man auch als die logische Konsequenz von Jessicas bisherigen musikalischen Tätigkeiten sehen. Als leidenschaftliche Blockflötistin sowie Popmusikerin und durch die bretonische Abstammung tief in der keltischen Tradition verwurzelt, war es nur eine Frage der Zeit, dass die Grenzen zwischen den Genres verschwammen und sie ihren eigenen Stil kreierte. Der Film zum Soundtrack entsteht im Kopf des Zuhörers. Wenn man sie spielen hört, sieht man die ganze Weite dieser mystischen Welt vor sich, sieht die Wälder, die Wiesen, die Städte, das Meer und es ist unmöglich sich der Faszination dieser zierlichen, elfenartigen Erscheinung zu entziehen, die da mit aller Leidenschaft den Raum verwandelt.

(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08 Nach intensiver Recherchearbeit im Mittelalterstudium an der Haute école de musique de Genève, sowie in der keltischen Musik, kam sie ins Studio Mondbasis, um in Zusammenarbeit mit mir als Produzenten, diesen alten Weisen wieder Leben und Zeitgeist einzuhauchen. Allein die Auswahl an verschiedenen Flöten, von den gängigen Modellen, wie Alt, Tenor, Sopran und Sopranino bis hin zu Doppelflöten und Gemshörnern, lässt einen hellhörig werden und macht Lust auf mehr.

So meinte Jessica: “Ich wollte Popmusik machen, meine keltischen Wurzeln musikalisch ausleben, aber basierend auf mittelalterlichen Quellen und mit historischen Instrumenten arbeiten. Mir war es dabei ganz wichtig, den Klang der historischen Instrumente so gut es geht zur Geltung zu bringen.“

Schnell war klar, dass es sich um Filmmusik handeln würde, ob nun mit oder ohne Film, und bei aller Wichtigkeit der Auswahl der Stücke und des dabei herausgearbeiteten roten Fadens, spielte die Klangästhetik eine entscheidende Rolle. Es ging darum, den Charme und die Atmosphäre dieser wunderbaren alten Instrumente zu erhalten und dabei die Klangfülle, Tiefe und Emotion moderner Produktionen zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurden dann auch Baptiste Chopin an der Qanun (eine orientalische Kastenzither) und Amandine Lesne an Fidel und Viola da Gamba hinzugezogen – zumal die Verwendung von virtuellen Softwareinstrumenten, wie sie in der heutigen Popmusik oft eingesetzt werden, keine Option war. Die großen Trommeln und alle anderen Percussion Instrumente übernahm ich einfach selbst und nun ging es an das Arrangement, die Planung und die praktische Umsetzung.

(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08(B44) (B44) (B44) NEW RALPH LAUREN LIGHT SILKY WOOL NAVY BLAZER - GOLD BUTTONS - 40L 183f08 Die Besonderheit lag vor allem darin, diese alten Klänge so einzufangen und zu nutzen, wie man es üblicherweise mit modernen Instrumenten macht. Die wenigsten klassischen Musiker wissen, wie viel in der Popmusik mit Klang gearbeitet wird. Aufgenommen klingen Instrumente allein durch die Auswahl und Platzierung jedes Mikrofons völlig anders, der Raum klingt mit und durch meine, immer wieder gern verwendete sogenannte Pressekonferenz (mehrere Mikrofone in verschiedenen Entfernungen vor und über dem Instrument), lässt sich auch eine räumliche Tiefe und Breite des Instruments erreichen, die es allein in Natura nicht hervorbringen könnte. Am Ende entsteht der Klang aber immer vor dem Mikrofon und nicht dahinter. Der Musiker und die Art und Weise der Interpretation bleibt der entscheidende Faktor, weshalb es uns so wichtig war, die richtigen Instrumentalisten zu finden.

In der Alten Musik wird für Aufnahmen normalerweise viel mit dem Raum und dem gesamten Ensembleklang gearbeitet. Im Pop- und Rockbereich werden die Instrumente in der Regel einzeln aufgenommen und teilweise gedoppelt. Dabei wird das Mikrofon viel näher am Instrument platziert, als das in der Alten Musik der Fall wäre. Die Konsequenzen dieser Herangehensweise waren bei den Aufnahmen eine große Überraschung für die Musiker. Wenn das Mikrofon näher am Instrument ist als das Ohr, sind plötzlich Dinge zu hören, die sonst nicht wahrgenommen werden.
Auch für Jessica waren dies völlig neue Erfahrungen: „Eine weitere große Herausforderung war der Unterschied der Arbeitsweisen. Klassische Musiker sind es gewohnt, ihre Noten zu bekommen, sich ein wenig vorzubereiten und dann aber vom Blatt zu spielen, was in der Pop- und Rockmusik so gut wie gar nicht vorkommt. Oft werden Linien im Studio geändert, mal entstehen diese völlig neu, und Thomas ist da ein detailverliebter Perfektionist mit feinem Gehör, der unheimlich viele Ideen hat und sie auch sofort ausprobiert und umsetzt. Das erfordert sehr viel Leidenschaft, eine gute Auffassungsgabe, Geduld und sehr viel Können am Instrument und ich war immer wieder aufs Neue glücklich über unsere Entscheidung für die beiden Franzosen an Qanun und den Streichinstrumenten.“

Auf dem Album finden sich bekannte Kompositionen des Mittelalters wie z.B. Landini’s „Ecco la primavera“ oder Dufay’s „Vergene Bella“ wieder, die sich zwischen keltischen traditionellen Tänzen, wie z.B. „Andro“ oder „Hanter droú“ einreihen und sich wunderbar zur musikalischen Einheit verbinden. Der Großteil der Stücke basiert auf einer Melodie, die wir nach den mittelalterlichen Kontrapunktregeln und den Möglichkeiten der Instrumente arrangiert haben. Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, wie weit wir mit unseren Interpretationen und den Arrangements gehen können, ohne den Rahmen der historischen Aufführungspraxis vollends zu verlassen und trotzdem atmosphärisch und klanglich im modernen Popmusik Kontext auch den „Normalbürger“, die Familien, die Rollenspieler und die Fantasy Fans zu begeistern. Musik passiert nicht im Kopf oder auf dem Papier, sondern im Bauch, ist Emotion und Leidenschaft und berührt die Menschen, ob sie nun verstehen, was da vor sich geht oder nicht. Wir haben mit den verschiedenen Stimmen gespielt, nach Einführung der Hauptstimme auch mal die Zweite in den Fokus gesetzt oder mal diesem und mal jenem Instrument die Melodieführung überlassen. Da das Album komplett instrumental gehalten ist und wir dadurch nicht an Lyrics gebunden waren, haben wir uns schon auch mal die Freiheit nehmen können, Abläufe zu ändern und Dinge zu wiederholen, die im Original vielleicht nicht so angelegt sind.

Jessica: „Bei „Des oge mais quer eu trobar“ z.B. ergeben sich die Borduntöne aus den möglichen Begleittönen der Doppelföte. Die Kadenzen haben wir dann nach den typischen Schlussklauseln der Mittelaltermusik arrangiert. Die Basis, um damit mehr in Richtung Popmusik zu gehen, finden wir schon in der Melodie, die nicht nur sehr viel Ohrwurmcharakter mitbringt, sondern darüber hinaus auch aus der keltischen Folklore stammen könnte. Der größte Kompromiss war der Einsatz der Viola da Gamba, die es im Mittelalter ja noch nicht gegeben hat. Durch die moderne Aufnahmetechnik, hatten wir die Möglichkeit, die Gambe so einzusetzen, dass wir das volle Frequenzspektrum, welches wir aus der Popmusik gewohnt sind, erreichen können und dabei aber trotzdem die Klangästhetik zu behalten, die wir aus der Alten Musik gewohnt sind. Die Percussions tun dann ihr übriges. Der Einsatz von Trommeln, wiederspricht zwar nicht der historischen Aufführungspraxis, aber doch unseren Gewohnheiten, da diese in der Alten Musik, wenn überhaupt, dann eher wenig und vor allem nicht so kraftvoll und tieffrequent genutzt werden. Da Trommeln und rhythmische Elemente in der Popmusik zu den wichtigsten musikalischen Elementen überhaupt gehören, war es uns wichtig, in diesem Projekt ein großes Augenmerk darauf zu legen.“

Noch mehr Gestaltungsfreiheit hatten wir natürlich bei den keltischen Weisen, die allesamt nur als einzelne Melodien überliefert sind und viel Raum für Interpretation und eigene Harmonieführung lassen. Eine schöne Melodie bleibt im Ohr, macht einen fröhlich oder traurig, kann aber im jeweiligen harmonischen Kontext noch unendlich viel mehr Tiefe haben und große Bilder erzeugen, die einzig und allein durch unsere Vorstellungskraft begrenzt sind. Gabriel Garrido kommentierte: „Das zeigt uns, wie reich eine einfache Melodie sein kann.“
Jessica setzt diese Melodien auch bewusst im Unterricht ein und kann mit der verspielten Leichtigkeit bei Jung und Alt gleichermaßen, neue Begeisterung wecken. Die erste Single „Hanter Droú“ z.B., die auch vollständig auf der beiliegenden CD enthalten ist, basiert genau auf dieser Einfachheit. Das Stück bekommt durch den großen Klang und die schweren, sehr dynamischen Trommeln gepaart mit der Leichtigkeit der Flöte und der Qanun eine tolle Eigendynamik, reißt einen zum Tanzen mit und versprüht dabei den Charme großer Emotionen, so dass einem sofort einleuchten will, warum die Römer so große Schwierigkeiten mit den sagenumwobenen Galliern hatten. Im Ernst, es ist vor allem die Menge an Instrumentalspuren und damit einhergehend die Größe des Klangbildes bzw. die Art und Weise des Trommelspiels, das weitestgehend überhaupt nicht textorientiert ist, sondern, wie in der Popmusik üblich, auf durchgehenden und treibenden Rhythmusthemen basiert, was dem Ganzen ein modernes Gesicht gibt. Wer Interesse hat, es selbst, oder im Unterricht mit Schülern einmal auszuprobieren, ist herzlich eingeladen, nicht nur in die CD-Beilage reinzuhören, sondern diese Melodie auch einfach mal zu spielen:

Beim Mixing und Mastering wurde teilweise mit über hundert Spuren gearbeitet. Das klingt nach außergewöhnlich viel, ist in der Pop- und Rockmusik aber eher der Normalfall. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Zweifel, die sich im Vorfeld andeuteten, wurden schnell ausgeräumt, und von Größen wie Han Tol, Francis Biggi und Gabriel Garrido gab es bereits sehr gute Kritiken zum Album. So schreibt Han Tol: „Vielen Dank für die CD, die ich heute Abend mit viel Vergnügen gehört habe. Viele Komplimente für das hervorragende Zusammenspiel, die schöne Klangqualität, die guten Arrangements und die allgemeine Sauberkeit!“ Das komplette Album „Aremorica – Land of Elves“ ist sowohl als CD, wie auch als Download, seit dem 31.10.2014 überall im Handel erhältlich. (Ein Bericht von Thomas „toma“ Barth)